SG66 – Wohnraum darf nicht zum Luxusgut werden

Die Grundstückspreise am Roither Berg belaufen sich dem Vernehmen nach auf merklich über 300 € pro Quadratmeter. Die ortsübliche Kaltmiete in Wenzenbach liegt je nach Wohnungsgüte in einer Preisspanne von durchschnittlich 7,00 - 7,50 € pro Quadratmeter. Um sicherzustellen, dass es sich auch Normalverdiener leisten können, in Wenzenbach zu wohnen, haben wir Sozialdemokraten mehrere wohnungspolitische Maßnahmen in Angriff genommen.

BAUKINDERGELD
Seit 2015 können Eltern, deren zu versteuerndes Jahres-einkommen 80.000 € (bei Alleinverdienern 50.000 €) nicht übersteigt, für jedes Kind unter 16 Jahren ein Baukindergeld in Höhe von 2.000 € bei der Gemeinde beantragen. Pro Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um 5.000 €. Insgesamt müssen mindestens 100.000 € für den Erwerb, Bau oder die Sanierung eines Eigenheims aufgewendet werden. Das Baukindergeld, zu dem die SPD-Fraktion einen fundierten und zielführenden Antrag eingereicht hat, erfreut sich großer Beliebtheit. 2016 wurden hier insgesamt 48.000 € ausbezahlt. Für das Haushaltsjahr 2017 sind 70.000 € vorgesehen.
BAULANDENTWICKLUNG DURCH DIE GEMEINDE
Um dem Trend steigender Grundstückspreise Einhalt zu gebieten, setzen wir verstärkt darauf, dass die Gemeinde wieder selbst Grund erwirbt und diesen zu Bauland entwickelt. In diesem Zusammenhang wurden bereits 22.000 m2 in Gonnersdorf erworben. Insgesamt sollen in diesem Mischgebiet 22 Bauparzellen entstehen. Sie werden zu sozialverträglichen Konditionen in erster Linie an Familien vergeben. Ebenso soll im Gebiet die Aufnahme eines kleineren nichtstörenden Gewerbes möglich sein. Dieses Vorhaben kommt so gut an (schon über 80 registrierte Anfragen für reine Wohnbebauung und 32 Interessenten an Gewerbeflächen), dass sich die Gemeinde bereits in Verhandlungen über weitere Entwicklungsflächen (z.B. Frauenholzstraße am Probstberg) befindet.

WOHNUNGSBAU UNTER SOZIALEN GESICHTSPUNKTEN
Die Gemeinde Wenzenbach hat sich dazu entschlossen, mit dem so genannten Riederer-Areal in Irlbach an dem Förderprogramm "Wohnungspakt Bayern" teilzunehmen. 2016 wurde bereits eine größere Fläche von ca. 3.500 Quadratmetern erworben. Auf dieser Fläche sollen etwa 25 Wohneinheiten entstehen. Wohnberechtigt sind jene Personen, deren Einkommen die im Bayerischen Wohnraumförderungsgesetz definierten Höchstgrenzen nicht überschreitet. Nach diesen gesetzlichen Vorgaben könn¬te beispielsweise auch eine vierköpfige Familie mit einem Bruttojahreseinkommen von 50.000 € eine Wohnberechtigung erhalten. Unserem SPD-Bürgermeister ist sehr wichtig, dass hier nicht über die Köpfe der Irlbaeher hinweg entschieden wird. Deshalb wurden bereits Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben und im Herbst vergangenen Jahres ausführlich vorgestellt. Derzeit läuft der Planungswettbewerb für das gesamte Gebiet an. Ein bedeutendes Ziel für uns Sozialdemokraten ist nicht nur die Entlastung am Wenzenbacher Mietwohnungsmarkt, sondern ebenso eine städtebauliche Aufwertung Irlbachs. Entstehen soll eine ansprechende Wohnanlage mit architektonischem Anspruch für verschiedene Zielgruppen (ältere Menschen mit überschaubarer Rente, Menschen mit Bedarf an behindertengerechten Wohnungen, kinder¬reiche Familien, Studenten, Geringverdiener, Erwerbslose).

ENGERGIEBERATUNGSGUTSCHEINE
Für Bürger, die in Wenzenbach ein Gebäude errichten oder dieses sanieren wollen, gibt die Gemeinde seit 2014 Energieberatungsgutscheine im Wert von 200 € aus. Bei der Energieagentur Regensburg können sich Bauherren nun kostenlos über die verschiedenen Möglichkeiten des energetischen Bauens bzw. Modernisierens sowie mögliche Einsparpotenziale beim Energieverbrauch informieren. Wenzenbach hat in den letzten Jahren eine sehr dynamische Entwicklung hingelegt. Während die Bevölkerungszahl stieg und an vielen Stellen in Wenzenbach neue Baugebiete ausgewiesen wurden, blieben größere Investitionen in die Infrastruktur der Gemeinde hingegen aus. Dieses Problem hat unser SPD-Bürgermeister schon im Wahlkampf klar benannt und seit seinem Amtsantritt konsequent an Lösungen zur Entlastung diverser Straßen im Gemeindegebiet gearbeitet.

ALTERNATIVEN ZUM AUTO
Der Bau von neuen Straßen ist kostspielig und aufgrund von langwierigen Genehmigungsprozessen und Grunderwerbsproblemen nicht selten nervenaufreibend. Wir Sozialdemokraten sind folglich der Überzeugung, dass verstärkt auf echte Alternativen zum motorisierten Individualverkehr gesetzt werden sollte.

RADWEGBAU ZWISCHEN GRÜNTHAL UND REGENSBURG - EINE ODYSSEE ENDET!
Die hartnäckigen Bemühungen unseres Bürgermeisters, die Lücke im Radweg zwischen Grünthai und Regensburg endlich zu schließen, hatten Erfolg. Im Herbst 2015 nahm die Stadt Regensburg den Radweg in ihr Investitionsprogramm auf. Mittlerweile wurden alle nötigen Flächen für den Radwegbau von der Stadt bzw. Gemeinde erworben. Aktuell laufen die Tiefbauplanungen auf Hochtouren.

ÖPNV GESTÄRKT
Ab Juli 2017 wird die Buslinie 8 stündlich die Grundschule Irlbach ansteuern. Das ist durchaus als Erfolg zu bewerten. Wir Sozialdemokraten fordern jedoch zusätzlich, dass der Stadtbus auch das Grünthaler Neubaugebiet "Im Tal" bedient. Dass der Regensburger Verkehrsverbund (RW) die dahingehende Bitte aufgrund von Taktungsproblemen ausschlug, ist für uns nicht nachvollziehbar.
Durch die neue Stadtbusanbindung des Ortsteils Irlbach könnte die Linie 34 nun häufiger über Fußenberg fahren. Dies wird derzeit vom RW jedoch noch abgelehnt. Man wolle schließlich allzu häufige Bustransfers durch die enge Unterlindhofstraße vermeiden. Mit der Errichtung einer Westumfahrung (siehe Seite 6), die sich zur Routenführung der Linie 34 besser anbieten würde, könnte dieses Problem jedoch bald behoben sein. Fußenberger und Thanhausener profitieren zudem schon seit 2016 von einer leicht verbesserten Taktung der Buslinie 35.

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