SG66 – Erhalt der Mittelschule

Die Mittelschule am Roither Weg befindet sich in keinem guten baulichen Zustand. Seit Jahren wird intensiv darüber diskutiert, die Schule im Zuge einer Generalsanierung als ansprechende Lernumgebung aufzuwerten. Hierbei stehen Investitionskosten von etwa 6 Mio. € im Raum.
Die Ausgaben im Verwaltungshaushalt liegen seit Jahren relativ konstant bei ca. 400.000 €. Sie können aufgrund sinkender Schülerzahlen nur noch auf wenige Kinder und Jugendliche (derzeit 122 Regelschüler und 15 Übergangsklassenschüler) verteilt werden. Soll eine Umlagesenkung im Schulverband erfolgen, müssen also endlich bauliche Maßnahmen ergriffen werden. Mit einer energetischen Sanierung könnten die Bewirtschaftungskosten von derzeit 120.000 € deutlich reduziert werden. Eine Komprimierung des großen Gebäudekomplexes (1.600 m2 ohne Turnhalle) auf einen wirklich für den Unterricht benötigten Schultrakt (900 m2) würde der Schule zudem eine familiäre Atmosphäre verleihen und ermöglichen, dass dadurch andere Gebäudebereiche an Vereine, die Volkshochschule und Unternehmen vermietet werden könnten.
Nachdem dies natürlich vor allem für Wenzenbach vorteilhaft wäre, hat Bürgermeister Koch seinem Amtskollegenaus der Nachbargemeinde Bernhardswald ein durchaus faires Angebot unterbreitet:
Die Gemeinde Wenzenbach bot an, die sanierungsbedürftige Turnhalle für 600.000 € und den Schulgarten (5.000 m2) für 1 Mio. € zu erwerben. Beide Angebote basieren auf einem unabhängigen Wertgutachten aus dem Jahre 2015.
Mit den Verkaufserlösen könnte der Schulverband die Sanierung des komprimierten Schultrakts aus eigener Kraft stemmen. Die Gemeinde Bernhardswald müsste folglich keine größere Investitionsumlage leisten.
Für die Turnhallensanierung würde die Gemeinde Wenzenbach zudem 2 Mio. € aus eigenen Mitteln aufwenden, die Turnhalle aber natürlich nicht nur den Vereinen, sondern auch weiterhin der Schule zur Verfügung stellen.
Der Schulgarten könnte nach Fertigstellung der Westumfahrung in einigen Jahren als Wohnbaugebiet entwickelt werden.
Die Gemeinde Bernhardswald hat dieses Angebot bis dato nicht angenommen. Vielmehr wurde im vergangenen Jahr ein Antrag auf Schulsprengeländerung bei der Regierung gestellt. Die politischen Vertreter der Nachbargemeinde sind nämlich der Auffassung, dass eine Beschulung von Bernhardswalder Kindern an Mittelschule Regenstauf sinnvoller wäre. Hierbei wurde aber ausgeblendet, dass sich die Marktgemeinde Regenstauf, der dortige Rektor und Mittel-schulverbundeskoordinator (die Mittelschule Wenzenbach bildet zusammen mit den Schulen in Regenstauf, Lappersdorf und Kallmünz den Mittelschulverbund Naab-Regen) und das Schulamt in Regensburg klar für den Erhalt der Mittelschule Wenzenbach mit dem Einzugsbereich Bernhardswald und Wenzenbach ausgesprochen haben. Das Ablehnungsschreiben der Regierung an die Gemeinde Bernhardswald kam also keineswegs überraschend. Laut Regierung hätte die Schließung einer Mittelschule mit derzeit 122 Regelschülern Signalwirkung. Schließlich existieren in der Oberpfalz auch deutlich kleinere Mittelschulen, für die eine Auflösung des Wenzenbacher Schulstandorts kein gutes Zeichen darstellen würde. Hinzukommt auch, dass bei einer entsprechenden Schulsprengeländerung in Regenstauf ans bestehende Schulhaus angebaut werden müsste. Gleichzeitig würde unser großes Schulhaus leer stehen. Nachhaltigkeit sieht anders aus!
Die aktuellen Entwicklungen zeigen auf, dass unser Bürger-meister die schulpolitische Lage richtig eingeschätzt hat. Der Schulverband Wenzenbach-Bernhardswald ist alternativlos und das ist gut so. Wir Sozialdemokraten haben uns immer für eine wohnortnahe Mittelschule stark gemacht und das werden wir auch in Zukunft tun.
Was nun geschehen muss
• Das von Koch ausgearbeitete Sanierungskonzept sollte zeitnah umgesetzt werden. Nachdem die Regierung ein Machtwort gesprochen hat, muss die Blockadehaltung in Bernhardswald zeitig enden.
• Die Wenzenbacher Mittelschule leistet gute pädagogische Arbeit. Um die Attraktivität der Schule allerdings noch zu steigern, sollten wieder M-Zug-Klassen in Wenzenbach gebildet werden. Dieses Angebot zur Mittleren Reife nur an der Mittelschule Regenstauf vorzuhalten, ist für uns Sozialdemokraten im Sinne eines solidarischen Miteinanders im Mittelschulverbund inakzeptabel.
• Die Attraktivität der Schule hängt nicht nurvom baulichen Zustand des Schulhauses ab. Daher sind wir der Auffassung, dass die Gemeinde Wenzenbach auch die pädagogische Arbeit an der Mittelschule im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen sollte. Derzeit werden beispielsweise diverse Verbesserungen bei der Nachmittagsbetreuung für das nächste Schuljahr vorbereitet. Zudem hat die Gemeinde Wenzenbach für die Einführung einer Laptopklasse und weitere EDV-Ausstattungsgegenstände an der Mittelschule im letzten Jahr gut 15.000 € bereitgestellt.
AUSSTATTUNG AN DEN GRUNDSCHULEN
Auch hier wurden in letzter Zeit größere Investitionen (insgesamt über 100.000 €) getätigt. Beide Grundschulen erhielten mehrere Apple-lV-Geräte und iPads mit einer speziellen Lernsoftware. Die Klassenzimmer wurden durchgehend mit Beamer-Geräten ausgestattet. In den Sommerferien 2017 erhält die Grundschule Irlbach einen neuen Allwettersportplatz.

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